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Über

Kurz

Elina Lukijanova (1983*) ist ein*e Komponist*in mit moldawischen, russischen und friesischen Wurzeln.  Sie*er fokussiert sich auf Texturen sowie auf Prozesse des physischen Schaffens und Erfindens - seien es eigene Instrumente, mikrotonale Stimmungen oder Ideen digitaler und rekursiver Umgebungen. 2021 war Lukijanova Stipendiat*in der Villa Concordia. Sie*er beendet im Jahre 2022 das Kompositionsstudium bei Wolfgang Rihm und Markus Hechtle sowie das parallele Musikinformatikstudium. Elina Lukijanova hat biografische Schwerpunkte in Lyrik, Elektronik, Instrumentenbau und Mikrotonalität. Sie*er versteht sich als genderfluid und bevorzugt im Deutschen neutrale Pronomen, Deklinationen und eine neutrale Anrede. 

 

Lang

Elina Lukijanova (*1983 in Bender/Tighina, heute Transnistrien) ist ein*e Komponist*in mit moldawischen, russischen und friesischen Wurzeln. Die Werke Lukijanovas beziehen sich oft auf Bildende Kunst, eigene lyrische Arbeiten, Texte anderer Autor*innen und philosophische Arbeiten. Sie*er beschäftigt sich mit Texturen sowie Prozessen des physischen Schaffens und Erfindens — seien es eigene Instrumente, mikrotonale Stimmungen oder Ideen digitaler und rekursiver Umgebungen. 

Im Jahr 2021 war Lukijanova mit dem Preis für das Lebenswerk vom Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia ausgezeichnet worden.

Elina Lukijanova hatte die Möglichkeit mit namhaften Ensembles, Interpret*innen und Institutionen zusammenzuarbeiten, unter anderem mit der Akkordeonistin Eva Zöllner, Ensemble TEMA, Ensemble Aventure, Klangforum Heidelberg, ZKM, Kunsthaus Bregenz und der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe.

Als autodidaktische*r Instrumentenbauer*in baute Lukijanova unter anderem eine Weiterentwicklung der aus dem 19. Jahrhundert stammenden historischen Nagelgeige und erarbeitete neue Spieltechniken an ihr — mit einer Loopstation zu Klangskulpturen geschichtet oder als rohe Einzeltöne.

Auch entwickelte und baute sie*er das Blechcello, mit der Motivation rein akustische Hall-Effekte auf einem tiefen Streich- und Zupfinstrument zu realisieren.

 

Lukijanova gewann 2018 den DELTA Kompositionspreis des Klangforum Heidelberg und war Träger*in des Wolfgang-Rihm-Stipendiums, gefördert durch die Hoepfner-Stiftung.

Auch nahm sie*er an Meisterkursen teil, unter anderem bei Chaya Czernowin, Zeynep Gedizlioğlu und Rebecca Saunders. 

 

Elina Lukijanova genoss früh das Privileg der klassischen Ausbildung an Klavier und Violine. Die ungewöhnliche Biografie formte immer wieder Lukijanovas Eigenmotivation, Autodidaktik und Erfindungsgeist, sodass in seinem*ihrem Lebenslauf, nebst einem Music Technology- und Songwriting-Studium an einer Popakademie in den Enschede, Niederlande, auch andere Tätigkeiten vorkommen wie die Assistenz für verschiedene Künstler*innen, das Selbststudium in Mikrotonalität, das Schreiben von Lyrik und abgeschiedene Auseinandersetzungen mit Elektronik und Programmieren.

Elina Lukijanova erhielt Privatunterricht bei verschiedenen Professor*innen und Dozent*innen und nahm erst im Alter von 32 Jahren einen Studienplatz an der Hochschule für Musik in Karlsruhe an. Aktuell beendet Lukijanova das Kompositionsstudium bei Wolfgang Rihm und Markus Hechtle sowie parallel dazu das Musikinformatikstudium bei Christoph Seibert.

Sie*er versteht sich als genderfluid und bevorzugt im Deutschen neutrale Pronomen, Deklinationen und eine neutrale Anrede.