Fotos: Kim Emily Panholz

Über

Kurz

Elina Lukijanova ist eine Komponist:in mit moldawischen, russischen und friesischen Wurzeln. Nach ihrem Musikstudium in Enschede, Niederlande, ihrer Auseinandersetzung mit Mikrotonalität, Instrumentenbau, Elektronik und Lyrik studiert sie nun Komposition bei Wolfgang Rihm und Markus Hechtle sowie Musikinformatik. 2021 ist sie Stipendiati:n der Villa Concordia. Elina Lukijanova fokussiert sich auf Texturen sowie auf Prozesse des physischen Schaffens und Erfindens - seien es eigene Instrumente, mikrotonale Stimmungen oder Ideen digitaler und rekursiver Umgebungen: Flüchtigkeiten, die in einer sinnlichen Welt Erfahrung finden. Elina Lukijanova versteht sich als genderfluid und bevorzugt im Deutschen das Pronomen “sie”.

Lang

Elina Lukijanova (*1983 in Moldau) ist eine Komponist:in mit moldawischen, russischen und friesischen Wurzeln. Zunächst studierte sie in Enschede (Niederlande) Songwriting, Keyboard und Music Technology. Als Assistent:in arbeitete sie für die Müllkünstlerin Inge van Kann und den Komponisten Edgar Mann, während sie sich im Selbststudium mit Instrumentenbau, Mikrotonalität, Elektronik und dem Schreiben von Lyrik beschäftigte.

Sie erhielt Privatunterricht bei Prof. Manfred Stahnke und nahm im Jahre 2015 einen Studienplatz an der Hochschule für Musik in Karlsruhe an.

Seitdem studiert sie Komposition bei Prof. Wolfgang Rihm und Prof. Markus Hechtle sowie parallel dazu Musikinformatik bei Prof. Thomas Troge und Prof. Christoph Seibert.


Elina Lukijanova nahm an Meisterkursen teil, unter anderem bei Dieter Ammann, Chaya Czernowin, Ondřej Adámek, Francesco Felidei, Zeynep Gedizlioğlu und Rebecca Saunders. 
Sie gewann den DELTA Kompositionspreis des Klangforum Heidelberg und war Trägerin des Wolfgang-Rihm-Stipendiums, gefördert durch die Höpfner-Stiftung.

Elina Lukijanovas Werke beziehen sich zuweilen auf Bildende Kunst, eigene lyrische Arbeiten, Texte anderer Autor*innen und philosophische Arbeiten.


Sie legt ihr Augenmerk auf Texturen, auf Prozesse des physischen Schaffens und Erfindens, seien es eigene Instrumente, mikrotonale Stimmungen oder Ideen digitaler und rekursiver Umgebungen. So entwickelte sie die aus dem 19. Jahrhundert stammende historische Nagelgeige weiter und erarbeitete neue Spieltechniken an ihr, die in einigen ihrer Stücke mittels einer Loopstation komplexe Klänge schichten und damit tiefe Texturen schaffen.

Auch entwickelte und baute sie im Jahr 2019 das Blechcello, mit der Motivation Hall-Effekte frei von Elektronik und Elektrizität auf einem tiefen Streichinstrument zu realisieren.

Elina Lukijanova arbeitete zuletzt mit der Akkordeonistin Eva Zöllner sowie Ensemble TEMA zusammen und wurde mit einer Klanginstallation für die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe beauftragt. Sie ist für das Jahr 2021 Stipendiat:in der Villa Concordia. Elina Lukijanova versteht sich als genderfluid und bevorzugt im Deutschen das Pronomen “sie”.

 

(Stand: Sept. 2021)